Kampagne Inklusion

Veröffentlicht: | Stichworte: Sonstiges

KAMPAGNE INKLUSION IN DER NOVUM 09-18

Inklusion ist tragbar

Das Trachten-Informationszentrum in Benediktbeuern sieht seine zentrale Aufgabe darin, bayerische Kleidungskultur zu erforschen und zu pflegen. Sich seine folkloristischen und ideologischen Vereinnahmung entgegenzusetzen und sich darüber hinaus zur Inklusion zu bekennen, ist dabei Teil des Selbstverständnisses und zugleich Ausgangspunkt für eine präzise und äußerst ästhetisch lancierte Kampagne, konzipiert und gestaltet von Jana Cerno und Nan Mellinger: Als Basis für die Entwicklung eines Kampagnenlogos griffen die Kreativen auf die Brezn – einst Devotionsgebäck und Bäckerzunftszeichen, heute freilich Inbegriff bayrischer Esskultur – sowie den Seemannsknoten zurück. Zwei Stränge finden sich hier in einer Windung zusammen und geben den eingearbeiteten TIZ-Initialen Halt. »Eine Betonung von Zusammenhängen, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind, kennzeichnet schließlich auch den Begriff der Inklusion im Sinne der Einbeziehung und Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben«, so Nan Mellinger. »Man darf es aber auch als Anspielung auf jene Knoten in unserem Denken verstehen, die es für einen achtsamen Umgang miteinander aufzulösen gilt.«
Als Trägermedium der Kampagne dient eine limitierte Edition quadratischer Tücher, die als Krawatte, Einstecktuch, Armband oder aber als schmückendes Accessoire für die Handtasche oder den Fahrradlenker eingesetzt werden können. Auf ihnen ergibt das Inklusions-Motiv ein feines, dezentes Ton-in-Ton-Muster, dass in Verbindung mit dem kontrastreich gestickten Logo ein klares Statement setzt. Inklusion ist also durchaus tragbar – diese Idee wurde jüngst zurecht mit dem German Design Award für herausragende Qualität ausgezeichnet. Auf die Fortsetzung darf man gespannt sein…

Novum 09-18

 

 

Kabinettstück im September

Veröffentlicht: | Stichworte: Sammlung

Joseph Futterer, 1871-1930, Postkarte (Sammlung TIZ)

„A Lederhos´n, a rots Schilä, de Zwanzgal in da Reih, an Hiatling in da Seitntaschn, an Haslstock dabei …“ (Eine Lederhose, eine rote Weste, die Talerknöpfe in einer Reihe, das Messer in der Seitentasche, einen Haselnußstock dabei …)

Schon in den ersten Zeilen dieses alten Couplets, das der Autor dieser Zeilen von Kindesbeinen an kennt, wird das Klischee des groben, protzigen und in Tracht gekleideten Bauern besungen. Dem Stereotyp des alpinen Helden in der kurzen Lederhose steht hier ein nicht minder zementiertes Bild gegenüber: Es ist das Zerrbild des so bauernschlauen wie saugroben Unterlandlers  in Stiefeln und langer Lederhose. Die Fliegenden Blätter, die Bilder und Texte des bitterbösen Simplizissimus und nicht zuletzt die Geschichten eines gewissen Ludwig Thoma festigten und ruinierten das Bild des Landbewohners in Tracht nachhaltig. Der beißende Spott um und nach 1900 sorgte im Nachhinein nolens volens dafür, dass wir uns heute mit einem Bayernbild herumschlagen dürfen, das zwar fleißig bedient wird, aber nie allgemein war. Diese Karikatur wurde von Joseph Futterer, der unter anderem für den Simplicissimus arbeitete, zeichnerisch auf die Spitze getrieben; zu den Lederhosen, der roten Weste und dem Stock gesellen sich eine überdimensionale Uhrkette und ein kleiner Hut mit Pfauenfeder auf der Zipfelmütze. Die qualmende Virginia, die der „rotbackade Bauernbua“ (rotbackiger Bauernbub) raucht, gibt der Illustration noch den nötigen Biss.

Sollten derzeit auf dem Münchner Oktoberfest in so manchen Bierhallen ähnliche Typen zu entdecken sein, dann wundern Sie sich nicht – Klischees möchten halt gepflegt werden …

 

Kabinettstück im August

Veröffentlicht: | Stichworte: Sammlung

Gärtnerei, wohl Tölz, um 1910

Die Belegschaft einer Gärtnerei ließ sich im Hochsommer um 1910 stolz vor Hortensien und Spalierbäumen fotografieren. Ob es sich dabei um einen festlichen Anlass handelte oder der geschulterte Spaten nur für das Foto mit Buchsbaumzweigen dekoriert wurde, ist nicht bekannt. Westen, Arbeitsschürzen (Schaber) und Kopfbedeckungen sind der Gruppe gemeinsam. Nur die Mädchen in Kleidern und der Bub im Kittel machen eine Ausnahme von dem gärtnerischen Dresscode.

Die Arbeit als Gärtner war hart und forderte viel Ausdauer. Das gesamte Gießwasser musste jeden Tag mit Gießkannen verteilt werden und die Arbeitsgänge wurden überwiegend in gebückter Haltung ausgeführt. Statt Maschinenhilfe war reine Handarbeit gefordert. Wer schon einmal einen ganzen Tag unter der heißen Sonne im Blumen- oder Gemüsegarten gewerkelt hat, weiß das. Was uns heute als liebenswertes Hobby gilt, ist um 1910 Broterwerb und reine Notwendigkeit.

Neue Publikation in unserem Kontor

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Tracht in Miesbach
Verena Zemme, Mathias Leidgschwendner, Stadt Miesbach

Tracht in allen Facetten.
In der kleinen Kreisstadt Miesbach, 50 km südlich von München, ist man stolz auf ein einzigartiges Kulturgut - die Original Miesbacher Tracht. Spannende Reportagen, authentische Interviews und sorgsam recherchierte Hintergrundartikel lassen in dieser Sonderedition der Stadt Miesbach die Tracht lebendig werden.
Moderne Fotostrecken fangen die ganze Lebensfreude ein, mit der die Tracht heute im Oberland getragen wird.

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Neues Produkt in unserem Kontor

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Hoseträger Y-Form

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Im gleichen Design erhältlich auch fürs Kind

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Hoseträger V-Form für Kinder

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Kabinettstück im Juli

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Fatsche, Detail, um 1810;

Leder, Pfauenfederkiel, Kupferlahn um textile Seele, Leinenfaden (TIZ)

 

Das Besondere an vielen bayerischen Gürteln aus der Zeit zwischen 1800 und 1840 sind die narrativen Bilder. Die kunstvoll gestickten Geschichten zeigen typische Szenen aus dem Berufsalltag oder Begebenheiten aus dem gesellschaftlichen Leben.  Das Detail der phantasievollen Abbildung eines Kegelscheibens auf einem prächtigen Gürtel aus unserer Sammlung ist einzigartig.  Einer der gegürteten Männer holt gerade mit der Kugel aus, einer feuert ihn an und ein dritter lässt sich den Krug reichen. Am Hauseck der Gastwirtschaft hängt ein sogenannter Buschen, das Zeichen für den Wein- oder Bierausschank. Ob es sich bei dem Baum mit Fahne neben dem Biertrinker um einen Maibaum handelt, wissen Wir nicht; einen festlichen Anlass kennzeichnet er allemal.

Wer sich mehr für die einzigartige Sammlung von Männer- und Frauengürteln im Trachten-Informationszentrum interessiert, erfährt viel Wissenswertes in dem hervorragend bebilderten „Buch der Gürtel“, das im www.trachtenkontor.de bestellt werden kann.

 

 

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