Textilmarkt in Benediktbeuern, 21. und 22. September 2019

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"Farben und Formen für die Trachtengöttin"

Impulsvortrag von Susanne Kovar

Samstag und Sonntag, jeweils 11:00 und 15:00 h

Seminar zum Thema am 11. und 12.10.2019

 

Ausstellung "Die Trachtengöttin"

Happy-End des Gemeinschaftsprojektes mit der Deutschen Meisterschule für Mode Designschule München.

Sie sind herzlich eingeladen zur Ausstellung  "Die Trachtengöttin". Wir zeigen Ihnen eine Auswahl der Modeillustrationen und selbstverständlich auch die "Sieger-Illustrationen".

 

Projekt "Die Trachtengöttin"

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Mode-Illustrationsprojekt "Die Trachtengöttin"

Die Preisträger des Wettbewerbes "Modeillustration "Die Trachtengöttin" sind gekürt.

Platz 1 Katharina Kappeler

Platz 2 Katharina Kappeler

Platz 3 Katharina Voss

Wir gratulieren den Gewinnern recht herzlich und bedanken uns bei allen Mitwirkenden.

 

www.meisterschule-fuer-mode.de

www.designschule-muenchen.de

www.trachten-informationszentrum.de

 

Kabinettstück im Juli

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(Sammlung TIZ)

Postkarte, um 1910

Auf vielen Postkarten, die um 1900 verschickt wurden, sind attraktive Frauen im Badekostüm, antik anmutenden Gewändern und auch in Trachtenmode abgebildet. Eine mehr oder minder versteckte erotische Attitüde ist fast allen Bildern gemeinsam.

In einem Fotoalbum aus Mühldorf am Inn steckt inmitten der Familienportraits diese Postkarte. Die Zusammenstellung des Gewands der jungen Frau ist gewagt: Mieder, Geschnür, Halskette und Halstuch stammen noch aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Strohhut mit besticktem Samtband und Federschmuck ist um 1910 gerade topmodisch und vor allem zum Dirndlgewand angesagt. Wichtig war für den Photographen der Gesamteindruck und nicht die korrekte Kombination einer Tracht.

Projekt "Die Trachtengöttin"

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Mode-Illustrationsprojekt "Die Trachtengöttin"

Die Idee zum Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Meisterschule für Mode Designschule München entstand mit dem geplanten Workshop „Farben und Formen für die Trachtengöttin“. Die Schülerinnen und Schüler sollen zum Thema Trachtengöttin verschiedene Mode-Illustrationen von Mieder und Spenzer jeweils traditionell  und modern erstellen. 

Frau Gabriele Nosswitz, und Frau Hui Juang-Zhang, Designschule München, Verantwortliche für die Umsetzung der Modeillustrationen, machten sich daran dieses Thema den Studierenden näher zu bringen. 

Erste Eindrücke  zum Mieder und Spenzer konnten die  Schüler  vor Ort im Archiv der  Fachberatung verspüren. Der Leiter des Trachten-Informationszentrums, Alexander Wandinger, vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Wissenswertes zum Thema  „Tracht und Mode“.

 

Zum “Schulterblick“  in der Designschule in München konnten bereits erste Eindrücke zu den Illustrationen gewonnen werden.

Projekt "Die Trachtengöttin"

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Foto: Daniel Breidt

Tracht tragen. Und dann den Augenschein sprechen und leuchten lassen.

 

Workshop "Farben und Formen für die Trachtengöttin"


In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit IHNEN und treten Ihre persönliche Reise zum Entdecken Ihrer Trachtengöttin an.

Wir wollen Frauen, die sich dem Kulturphänomen Tracht verbunden fühlen, ein erweitertes Gefühl für Wirkung, Farben und Formen vermitteln. Ein kreativer Prozess, den wir mit Mut und Offenheit beschreiten wollen, zum Entdecken des Handlungsspielraumes.
Wir laden Sie ein zu Ihrer ganz persönlichen inneren Reise und unterstützen Sie dabei Ihren individuellen Ausdruck zu finden. Lassen Sie uns gemeinsam Ihr unverwechselbares Göttinnenbild entdecken. Kunstwerke von Kleidungsstücken aufspüren, welche Ihr Inneres widerspiegeln und Sie mit Anderen teilen wollen. Daraus kann viel Freude und Leichtigkeit im Spiel mit Kleidung und Accessoires erwachsen.

Der unikale Sammlungsbestand des Trachten-Informationszentrums (TIZ) mit rund 10.000 Kleidungsstücken und Accessoires bietet einen unermesslichen Schatz an Beispielen für die historische Kleidungskultur. Auf dieser Grundlage zusammen mit seiner Kompetenz ist das TIZ der ideale Standort für eine lebendige Weiterentwicklung und Schulung Kompetenz für Ausdruck, Farbe und Form.

Referentin: Susanne Kovar

www.susannekovar.de

Ort: Trachten-Informationszentrum

Termine:

Workshop

Freitag, 11.10.2019, 17:00 h - ca. 19:30 h

und

Samstag, 12.10.2019 von 8:30 h - 18:00 h

Kursgebühr: 190 EUR incl. Mittagessen

Ansprechpartnerin:

Elfriede Schäffler, Tel. 08857 888-33,

Mail: elfriede.schaeffler@bezirk-oberbayern.de

 

Gerne senden wir Ihnen die Anmeldeunterlagen.

Mail: info@trachten-kontor.de

 

Adresse:

Trachten-Informationszentrum

Bezirk Oberbayern

Elfriede Schäffler

Michael-Ötschmann-Weg 2

83671 Benediktbeuern

 

Impulsvorträge im Rahmen des Textilmarktes in Benediktbeuern

Samstag,  21.9.2019, jeweils 11:00 und 15:00 Uhr

Sonntag,  22.9.2019, jeweils 11:00 und 15:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

Kabinettstück im Juni

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(Foto: Dirk Tacke)

Jacke, Osmanisches Reich, zweite Hälfte 19. Jahrhundert, Tuch, Posamenten

Im Juni kommt die tomatenrote Männerjacke vom  April zurück - diesmal von vorne sichtbar.

Der Ursprung vieler unserer Zierelemente liegt im Orient. Wir haben im Abendland enorm von der Phantasie des Morgenlands profitiert. Der osmanische Kulturkreis stand auch mit dem nordindischen Raum über lange Zeit in fruchtbarem Austausch. Aus dieser multikulturellen Verbindung entstanden zahlreiche stilistische Vorbilder für die europäische Mode. Bemerkenswerterweise finden sich diese Ornamente in der bayerischen Mode und Tracht wieder.

Eine Besonderheit der islamischen Kunst ist, daß vor allem ornamentale und kalligraphische Dekors entwickelt wurden. Die bildliche Darstellung ist im Unterschied zu christlichen geprägten Gesellschaften weit weniger ausgebildet.

Einander fremde Kulturen treffen aufeinander und inspirieren sich.  Eine tief empfundene religiös-ideologische Konfrontation steht über Jahrhunderte gleichzeitig einem lebendigen Zusammenleben gegenüber. Das gilt bis heute - die Mode zeigt uns das sehr eindrücklich.

Kabinettstück im Mai

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(Foto: Dirk Tacke)

Jacke, Oberbayern, um 1830, Tuch, Posamenten

Im März war schon die Rückansicht dieser taubenblauen Husarenjacke aus dem Rupertiwinkel zu sehen.  Da sie vorne ebenso prächtig ausgeziert ist, nun also ein „Da capo!“, denn dieses Stück will von allen Seiten betrachtet sein. Die Posamenten mit Knebelverschlüssen erinnern ebenso wie die Verzierungen auf dem Rücken an osteuropäische Uniformen. Der elegant geschwungene Schalkragen war um 1830 hochmodern und blieb bis etwa 1870/80 in Mode. Ganz besonders ist auch das Innenfutter: Ein Wollstoff, der mit Modeln in Wellenmustern und Blumen bedruckt ist.

Kabinettstück im April

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(Foto: Dirk Tacke)

Jacke, Osmanisches Reich, zweite Hälfte 19. Jahrhundert, Tuch, Posamenten

Das Kabinettstück im März war eine taubenblaue Jacke aus Oberbayern um 1830.

Dieses tomatenrote Objekt stammt aus dem Osmanischen Reich. Beide Rückansichten ziert im Nacken und Taillenbereich eine fast identische Verzierung mit wunderbaren Posamenten. Dahinter steht ein kultureller Brückenschlag der Mode aus Orient und Okzident: Die kunstvoll ausgeschmückten Gewänder der osmanisch geprägten Moden in Osteuropa, die sich unter anderem in der Uniformmode niederschlugen, faszinierten seit Jahrhunderten auch die Menschen im deutschsprachigen Kulturkreis. So nimmt es kein Wunder, dass Anfang des 19. Jahrhunderts die exotisch anmutenden Dolmane von Adel, Militär und  Bürgertum in Deutschlands kopiert wurden.

Dass türkische Gewänder über den Balkan, Ungarn und den slawischen Raum schlussendlich bayerische Trachten inspirieren, ist eine bemerkenswerte Tatsache. Vielleicht ist ja die unschuldige Freude an zunächst fremden Farben und Formen ein Wesensmerkmal der Tracht …

Kabinettstück im März

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(Foto: Dirk Tacke)

Jacke, Oberbayern, um 1830, Tuch, Posamenten

Männerjacken, die vorne und hinten  mit verschlungenen Posamenten verziert sind, finden sich im ländlichen Oberbayern relativ häufig. Sie wurden „Schaike“ oder „Husarenjacke“ genannt und waren zwischen 1830 und 1890 sehr beliebt. Diese taubenblaue Joppe stammt aus dem Rupertiwinkel und wurde einst von einem Müller getragen. Typisch für die biedermeierliche Mode sind der hohe Kragen, die geschwungenen Nahtlinien und die leicht gereihten Ärmel.

Die Auflösung, wie bayerische Bauern und Handwerker zu den phantasievollen Mustern auf ihren Jacken kamen, zeigt sich am ersten April, wenn das nächste Kabinettstück erscheint.

Federkielstickerei

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Workshop Federkielstickerei

Das Handwerk des Federkielstickens entsteht in Bayern Ende des                          18. Jahrhunderts und erlebt seine Blüte in den ersten zwei Dritteln des 19. Jahrhunderts. Die Kunst mit gespaltenen Federkielen der Schwanzfedern des Pfaus auf Leder zu sticken gehört zu den anspruchsvollsten Verzierungstechniken im Trachtenbereich.

(Foto Daniel Breidt)

Tracht hat Tradition; wir wollen den Reichtum dieser Tradition mit Ihnen teilen.

 

Inhalt Workshop:
Zeichnen, Grundtechniken, Zurichten der Federn, verschiedene Sticktechniken, Punzieren

Werkstück:  Ledergürtel mit Schließe

Referentin: Katharina Stuefer, Federkielsticker-Meisterin

Ort: Trachten-Informationszentrum

Termine:

Freitag, 4. Oktober 2019, 17:00 – ca. 19.30 h

Samstag, 5. Oktober 2019, 8:30 – 18:00 h

Sonntag, 6. Oktober 2019, 8:30 – 16:30 h

Samstag, 9. November 2019, 8:30 – 18:00 h

Sonntag, 10. November 2019, 8:30 – 16:30 h

Samstag, 16. November 2019, 8:30 – 18:00 h

Sonntag,  17. November 2019, 8:30 – 16:30 h

 

Teilnehmergebühr: 270,00 EUR

Die Materialkosten werden direkt mit der Referentin abgerechnet.

 

Ansprechpartnerin:

Elfriede Schäffler, Tel. 08857 888-33,

Mail: elfriede.schaeffler@bezirk-oberbayern.de

 

Gerne senden wir Ihnen Ihre Anmeldeunterlagen.

Mail: info@trachten-kontor.de

Übernachtungsmöglichkeiten: z.B. Gästehaus Kloster Benediktbeuern, Gästehaus Eberle Benediktbeuern, Hotel Friedenseiche Benediktbeuern, Landhotel Reindlschmiede Bad Heilbrunn

Adresse:

Trachten-Informationszentrum

Bezirk Oberbayern

Elfriede Schäffler

Michael-Ötschmann-Weg 2

83671 Benediktbeuern

 

 

 

 

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